Familiennetzwerke - Lebenshilfe Schleswig-Holstein

Engagement für besseres Miteinander

27.08.2015

Projektkoordinatorin Antje Hachenberg stellte im Sozialausschuss des Kreises das Steinburger Familiennetzwerk der Lebenshilfe vor (Artikel aus der Norddeutschen Rundschau vom 27.08.2015).

Kreis Steinburg Das Projekt Familiennetzwerk im Kreis Steinburg – wie es entstanden ist und welches Konzept verfolgt wird, darüber berichtete Antje Hachenberg den Mitgliedern des Kreisausschusses für Soziales, Familie und Gesundheit. Die Steinburger Projektkoordinatorin schilderte ausführlich die Entwicklung des Familiennetzwerks, dessen Schirmherr Landrat Torsten Wendt ist. Dabei wurde deutlich, mit welch großem Engagement sich die Wristerin für die Sache einsetzt.

Seit einem Jahr besteht das Projekt unter dem Dach der Lebenshilfe Schleswig-Holstein. Befristet ist es auf zwei Jahre – bis Juli 2016. Die Ausschussvorsitzende Gerlinde Böttcher-Naudiet (SPD) zeigte sich in der Sitzung am Dienstagabend beeindruckt von der Arbeit im Netzwerk und regte an, dass Antje Hachenberg im Juni nächsten Jahres noch einmal zu Gast sein sollte, um zu berichten, was sich im Jahresverlauf getan habe und welche Perspektiven sich entwickelt haben.

Ilona Adamski (Piraten) fragte, welche Wünsche es aus Hachenbergs Sicht an den Kreis gebe, zumal der Landrat ja Schirmherr sei. Hachenberg wünschte sich, dass die hauptamtliche Arbeit im Kern weitergeht, um einen festen Ansprechpartner zu haben und so das Projekt weiterentwickeln zu können. „Es ist wichtig, im Gespräch zu bleiben“, betonte die Projektkoordinatorin.

Denn gerade mangelhafte Kommunikation war für die Wristerin, die selbst Mutter eines behinderten Kindes ist, ausschlaggebend, sich für ein stärkeres Miteinander einzusetzen. Als ihr Sohn in den Kindergarten kam, begann sie, sich im Elternverein der Lebenshilfe zu engagieren. Nach der Kindergartenzeit folgt für Jungen und Mädchen mit Behinderung ein neuer Kosmos mit der Einschulung in der Steinburgschule. „Der Austausch unter betroffenen Familien war schwierig“, berichtet Hachenberg – und genauso im „dritten Lebensabschnitt“ in den Glückstädter Werkstätten. Dazu habe es einfach an Dynamik gefehlt. Dabei sei es gerade im Hinblick auf das Thema Inklusion wichtig, dass Familien mit behinderten Kindern untereinander, aber auch mit Außenstehenden über alle Lebensabschnitte hinweg miteinander kommunizieren und die „echten Lebensbedingungen“ darstellen. Daraus sei vor fünf Jahren im Kreis Steinburg die Projektwerkstatt Inklusion vor dem Hintergrund der Frage entstanden, was bewegt werden könne. Für sie persönlich sei dies eine ideale Plattform gewesen, mit Leuten zusammenzukommen und auch andere Anknüpfungspunkte zu finden, sagt Hachenberg. Darüber habe sich das Familiennetzwerk entwickelt, das „gut zusammenarbeitet“.

Als Pilotprojekt vom Lebenshilfe Landesverband an den Standorten Kreis Steinburg und Flensburg initiiert, wird es mit Mitteln der Aktion Mensch finanziert. Für den Kreis Steinburg ist Antje Hachenberg als Honorarkraft auf halber Stelle eingesetzt. Das Ziel: Familien untereinander in Verbindung bringen – über die Lebensstationen hinaus – und den Kontakt „zum Rest der Welt“ auf die Beine zu stellen, beispielsweise zu Sportvereinen, Kulturverbänden und Musikvereinen. Und es gelte, größere Themen umzusetzen: etwa einen Betreuungskräfte-Pool oder neue Freizeitmöglichkeiten.

Einmal im Monat, immer am dritten Freitag, findet ein Treffen für alle Interessierten statt – und dass reger Austausch erfolgt, zeigt auch Antje Hachenbergs E-Mail-Verteiler für das Familiennetzwerk – mit 250 Adressaten.

Ilke Rosenburg

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