10. September 2019

Institut für Leichte Sprache veröffentlicht empirische Studie zum Wortschatz und zur Verständlichkeit von Synonyma und Metaphern

Julia Düvers "sehr gute" Abschlussarbeit wurde im Rahmen ihres Studiums im Fach Deutsch der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verfasst.

Zu ihrer Masterarbeit schreibt Wilko Huper, Koordinator des Instituts für Leichte Sprache:

Die Leichte Sprache ist in stetiger Veränderung und im deutschsprachigen Raum ein recht junges Phänomen. Die Arbeit mit den Regeln der Leichten Sprache wird nach einiger Zeit für Interessierte quasi zwangsläufig zu einer Arbeit an ebendiesen Regeln. Dennoch erfolgt die wissenschaftliche Auseinandersetzung bis dato relativ zögerlich.
Das macht sich bemerkbar:

Noch gibt es nur eine überschaubare Zahl von Arbeiten, die sich mit den Regeln für Leichte Sprache auseinandersetzen, sie hinterfragen. Leichte Sprache lebt von Kritik und wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Thematik.

Julia Düver gehört mit ihrer hervorragenden Arbeit nun zu diesem kleinen Kreis der Pioniere und hat mit ihrer Masterthesis bewiesen, dass es sich lohnt, die Regeln für Leichte Sprache wissenschaftlich zu überprüfen.

Sie zeigt, dass Synonyme und leicht verständliche Metaphern eine Möglichkeit sind, Texten in Leichter Sprache zu mehr Abwechslung zu verhelfen. Auch das Nachdenken über unterschiedliche Niveaustufen der Leichten Sprache ist mit Blick auf die Heterogenität der Zielgruppe lohnenswert.

Alleine schon, um die individuellen Fähigkeiten der Leser*innen zu berücksichtigen.
Wir leben nicht nur im Zeitalter der Inklusion, wir können dieses auch durch Informationen in Leichter Sprache mitgestalten.

Julia Düver hat mit ihrer Masterarbeit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet.
 

Hier können Sie die Masterthesis von Julia Düver kosten- und barrierefrei lesen.

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